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Vicosoprano, Bondo, Promotogno, Soglio, Castasegna ...

Das Bergell

Bergell
Sommer im Bergell Castasegna, Bergell
Villa Garbald in Castasegna Bondo, Bergell
Mittag in Bondo auf dem Dorfplatz Hotel Bregalia, Promotogno, Bergell
Hotel Bregalia in Promotogno Bergell Coltura
Blühende Gärten im Bergell



Auf dem Rückweg
Der Campingplatz in Vicosoprano
Das Bergell ist ein tief eingeschnittenes Tal zwischen Maloja [1815 m] und Chiavenna [333 m] mit sehr interessanter und [noch] überall sichtbarer Kulturgeschichte. Der Hauptort ist Vicosoprano, in Stampa gibt es die Ciäsa Granda, ein umfangreiches Museum über Geschichte, Kunst, Kultur, Dichter und Maler des Bergells.

Die Grenze nach Italien verläuft in Castasegna. Castasegna hat 2003 eine Ortsumfahrung und damit einen neuen Grenzposten bekommen. Seither ist es still in dem malerischen Grenzdorf. Die lange vergessene Villa Garbald in Castasegna, Gottfried Sempers einzigem Bau südlich der Alpen, genutzt als Seminarzentrum von der ETH Zürich, wurde renoviert und um einen zweiten neuen, sehr gelungenen Bau erweitert.

Bondo, der Geheimtipp unter den Bergeller Dörfern liegt still und verträumt abseits der Passstraße und ist Ausgangspunkt für Wanderungen im Val Bondasca. Auf dem Dorfplatz kann man im Schatten bei der Osteria Salis an heissen Mittagen seinen Gedanken ungestört bei kühlen Getränken nachhängen. Es scheint, die Zeit geht hier langsamer. Kein Lärm und keine Hektik. Gelegentlich ein Auto, langsam, auf den superengen, gepflasterten Gassen.

In Promotogno lohnt es sich, der Terasse des Hotels Bregalia [1886 erbaut] einen Besuch abzustatten und den Flair vergangener Zeiten zu erleben. Das Hotel diente früher den Reisenden, die von Italien hoch ins Engadin unterwegs waren, als Zwischenstop, um sich zu akklimatisieren. Auch Anton von Rydzewski, ein russischer Bergell-Fotograf aus dem 19. Jahrhundert, verbrachte hier seine Urlaube. 2005 war im Belvedere-Turm in Maloja eine Ausstellung seiner Fotos. Es gibt auch eine Website dazu.

Das Bergell wird nicht langweilig. Eine Wanderung von Maloja nach Chiavenna ist eine 40 km lange Reise durch wechselnde Landschaften und Kulturen. Oben im Engadin glänzt die Welt hart und klar in der Hochgebirgsluft. Still ist es im Oberengadin, kühl, karg und erhaben. Mit jedem Schritt tiefer, Richtung Italien, verändert sich die Luft, die Farben werden weicher und wärmer, die Vegetation üppiger. Maulbeerbäume, Kastanienwälder, vereinzelte Palmen und lärmende Lebendigkeit trifft man am unteren Ende des Bergells.

Die berühmten Granitberge der Sciora-Gruppe mit Piz Badile, Piz Cengalo, Gmelli und Sciora sind ein Paradies für Kletterer. Von Pranzaira bequem mit der Albigna-Seilbahn aus zu erreichen, herrscht hier im Sommer reger Kletterbetrieb.

Es gibt mehrere Campingplätze im Bergell. Wir kennen und schätzen seit Jahren den wunderschönen Campingplatz in Vicosoprano.