Gedanken und Betrachtungen über das Wandern.
Über das Wandern






- Wandern ist heute zumeist eine Aktivität in der Freizeit, auch aus gesundheitlichen Erwägungen. Früher hingegen war das Wandern eine notwendige Fortbewegungsart. Weil wir die ganze Woche im Büro sitzen, wandern wir am Wochenende mit dem Gefühl raus zu müssen, uns in der Natur an der frischen Luft bewegen zu wollen. Uns Stadtmenschen gibt das Überwinden einer Strecke zu Fuß das Gefühl von Freiheit, es verbindet uns mit der Natur. Wir spüren den Wind und die Sonne, oder auch die Kälte und den Regen. Unser Kopf wird klar, die Gedanken ordnen sich, das Herz wird frei - wir lernen neu sehen. Durch das stetige Laufen entsteht ein wohltuender Abstand zum Alltag.
Entweder wir planen eine Wandertour, dann wandern wir einem Ziel entgegen und es ist ein gutes Gefühl, dieses Ziel erreicht zu haben. Wir wandern dann meist nach einer Wanderkarte, auf einem markierten Wanderweg. Wir freuen uns an der Bewegung, an den geschafften Wanderkilometern, auch Höhenmetern, an unserem gesunden Körper, den wir dann so richtig spüren.
Oder wir laufen einfach los, wählen an der Wegkreuzung den Pfad, der verlockender scheint, gehen der vielversprechenden Aussicht entgegen, wandern nach Lust und Laune. Das ist schwierig für uns zweckorientierte Menschen. Das müssen wir erst üben.
Die Neugierde nach Ungewissem, nach Überraschendem wird wach.
Die Bewegung wird Mittel zu dem Zweck etwas zu erleben. Wenn wir uns richtig einlassen auf die Natur um uns herum, wird die "Ewigkeit" hörbar. Wir fühlen uns verbunden mit der Welt um uns. Wenn die Tannenwipfel über uns rauschen, hören wir die Stille im Wald. Eine Sehnsucht nach Heimat und Versöhnung in der Natur wird spürbar.