Wandern im Elberndorftal

Naturschutzgebiet und Sturmschäden

Das schöne Elberndorftal

giftDas Elberndorftal wurde 1996 zum Naturschutzgebiet ausgewiesen nachdem in den Jahren zuvor der Fichtenbestand entfernt wurde. Nachdem wir mehrfach von dem schönen Tal gehört hatten, sind wir Anfang Juli 2007 vom Wanderparkplatz Oberndorfer Höhe bei Hilchenbach in den oberen Teil des Elberndorfer Bachtales gelaufen.

ElberndorftalBereits am Wanderparkplatz warnten Hinweisschilder noch immer vor den Schäden und Gefahren durch Kyrill, der Anfang 2007 die Fichten in den Kammlagen des Sieger- und Sauerlandes umgeworfen hat.

Wir wandten uns zunächst nach rechts und folgten dem Wanderweg A8 durch Fichtenwald ElberndorftalRichtung Riemen und Dreiherrstein vorbei an Wochenendhäuschen. Nach wenigen Metern gerieten wir schon in den ersten Kahlschlag. Abgesplitterte, umgefallene Bäume, größtenteils schon geräumt. Der Weg völlig zerfahren von den großen Maschinen. In zahlreichen Pfützen glänzte öliges Wasser. Scheinbar ist hier viel Maschinenöl ausgelaufen. Unmittelbar oberhalb des Naturschutzgebietes. Wir wunderten uns sehr.

ElberndorftalBergab wurde der Weg wieder besser und bei einer kleinen Brücke gelangten wir ins Elberndorftal. Hier war es lieblich, wie erwartet. Weite Wiesen mit zahlreichen, unterschiedlichen Blumen und niedrigen Büsche liessen die Stimmung trotz trübem Wetter nun wieder steigen. Bald sahen wir rechts einen schönen Teich und links einen alten Steinbruch. Wir gingen weiter bis zu einer Bank um dort zu rasten. Es war Mittag!

elberndorftal_7Dann querten wir den Elberndorfer Bach und gingen an der gegenüberliegenden Talseite auf einer alten Teerstraße durch schönen Buchenwald bergauf. Wir wollten über den Klarstein (655 m) zurück zur Oberndorfer Höhe.

Das war ein Fehler! Hier oben lag der ganze Fichtenwald flach, der Weg war grundlos, tief sanken Elberndorftalwir im zerfahrenen Matsch ein. Ein merkwürdiger, chemischer Geruch nach Öl oder Schlimmerem wehte uns in die Nase. Auch hier wieder ölige Pfützen. Wir hatten den Verdacht, dass die riesigen Holzstapel am Wegrand mit Gift gegen den Borkenkäfer behandelt sein könnten. Entsprechende Schilder hatte ich vor einigen Wochen auf dem Jagdberg gesehen: “Achtung, diese Stämme sind mit Gift besprüht”. Unser Hundetier versank in diesem ekligen Morast. Schnell wanderten wir rechts querfeldein wieder Richtung Tal, um einen Bach zu finden, wo der Hund den verdächtigen Matsch abwaschen sollte.

ElberndorftalNachdem wir einem geschotterten Weg parallel am Berg entlang gefolgt waren, lag vor uns der nächste Holzlagerplatz. Jetzt war es genug, wir sind noch weiter bergab in ein kleines Nebental gelaufen. Hier fanden wir eine schöne Stelle, wo der Hund ins Wasser gehen konnte, wieder sauber wurde und wir rasteten dort.

Das schöne kleine Tal (ohne Namen?) mussten wir bald nach rechts bergauf verlassen und erreichten schließlich den nächsten Kahlschlag. Hier war der Boden noch fest, offenbar waren die Harvester hier vorsichtiger unterwegs gewesen. Öliges Wasser fanden wir nicht und die Luft roch noch rein und klar. Aber ein völlig zerstörtes Wochenendhaus sahen wir. Schade!
Großartige Aussichten boten sich uns hier oben, ohne Bäume. Nun erreichten wir berab schnell wieder den Parkplatz.

ElberndorftalDas Elberndorftal – ein wunderschönes Tal (wilden Tymian haben wir am Weg gesehen) unter Naturschutz und knapp oberhalb Öl und vielleicht Insektizide in der Natur. Das hat uns betroffen gemacht. Durch die zerstörten Wege wurde die Tour weiter als geplant, zum Glück hatten wir die Karte dabei. Hoffentlich wird nun aus den Fehlern gelernt und in der Zukunft Laub- und Mischwald angepflanzt.