Wandern in Zinse auf dem Rothaarsteig

Wanderung Zinse-Dreiherrnstein-Haberg

Zinse – Dreiherrnstein – Haberg – Schwarzbachtal – Hermeskopf
Alte Grenzen und ein Naturschutzgebiet

Zinse ist ein Ortsteil von Erndtebrück. Heute leben ca. 140 Einwohner in Zinse. Wir stellen das Auto auf dem Wanderparkplatz am Ortsende ab. Dort finden wir eine Karte mit den örtlichen Rund-Wanderwegen. Wir entscheiden uns für die Runde mit 10 km (A4).

Wanderzeichen am Dreiherrnstein

Zuerst laufen wir oberhalb des Parkplatzes rechts zum Dreiherrnstein, 674 m ü. NN. Hier verläuft heute die Grenze zwischen dem Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Kreis Olpe. Früher, seit dem Mittelalter war hier ein Dreiländereck: die Grenzen des Kurfürstentums Köln, der Grafschaft Nassau und der Grafschaft Wittgenstein trafen sich hier. Damals wurde der Dreiherrnstein als “dreiherriger Schnadstein” bezeichnet.

Hier oben gibt es eine Schutzhütte und ausführliche Wandermarkierungen, und das für den Rothaarsteig typische Mobilar, denn wir befinden uns direkt am Rothaarsteig. Der Dreiherrnstein liegt neben dem Riemen, dem höchsten Berg des Siegerlandes (678 m ü. NN).

Rast am DreiherrsteinDirekt vor der Schutzhütte führt unser Weg nun bergab in den Wald hinein. Nach dem kurzen Abstieg wenden wir uns nach links und wandern auf dem Rothaarkammweg, der über eine große Kyrill-Fläche führt. Recht bequem erreichen wir so den Haberg mit der schönen Wachholder-Hochheide.

Hier oben glänzt und glitzert alles in der Sonne. Prächtige alte Wachholder-Sträucher stehen unordentlich zwischen weißen Birken, Waldbeer-Sträuchern und Heidekraut. Wir wenden uns schnell nach rechts und wandern auf einer breiten Straße weiter.

Wir steigen wieder ab und kommen in ein enges Tal, vorbei am Hufeisenstein. Der Hufeisenstein ist ein Findling, der dort seit 600 Jahren liegt. Der Hufeisenstein ist ein Grenzstein, über die Jahrhunderte kam es hier immer wieder zu Grenzstreitigkeiten zwischen den Wittgensteinern und den Kurkölnern.

Wachholderheide HabergWeiter geht es durch das schöne Schwarzbachtal, der Weg wird zur Teerstraße. Hier ist noch der Rest einer Eisenbahnbrücke der Bahnverbindung zwischen Birkelbach und Altenhundem zu sehen. Kurz vor der letzen Brücke vor der Bundesstraße bei Rüspe gibt es rechts an einem mächtigen Tannenbaum den Hinweis “Christine-Koch-Weg, Markierung X18. Dort dort halten wir uns recht und steigen recht steil den Berg hinauf. Zunächst auf einem breiten Weg, später auf einem schmalen Steig.

Buchenhochwald am Hermeskopf Oben erreichen wir den Hermeskopf, 611 m ü. NN. Hier stehen auch wieder auffallend viele Grenzsteine am Weg. Der Hermeskopf ist mit wunderschönem Buchenhochwald bedeckt. Wir wandern auf dem Kamm durch teilweise sumpfiges Gelände. Dann müssen wir aufpassen, genau gegenüber einer Kreuzung führt unser Weg als schmaler Pfad in den Wald bergab. Dem folgen wir und kommen in Zinse auf der dem Parkplatz gegenüberliegenen Talseite aus dem Wald. Links folgen wir dem breiten Talweg ein kurzes Stück und können dann den Bach an einem Teich vorbei queren. Auf der kleinen Dorfstraße gelangen wir wieder zum Auto.

Nach ca. 10 km mit einigen Höhenmetern und z. Teil eisigen Wegen haben wir eine leckere Waffel mit Kirschen im Landgasthof Afflerbach-Bald in Zinse verdient!

Weiterführende Links:
Zinse bei Wikipedia Wandern